500.000 Euro für migrantisches Engagement in Essen – Neuer Vertrauensfonds „Zusammenleben“ startet
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Essen bekommt einen neuen Förderfonds für migrantisches Engagement: Mit dem Vertrauensfonds „Zusammenleben“ stellen das Essener Unperfekthaus und dessen Gründer Reinhard Wiesemann insgesamt 500.000 Euro zur Verfügung, um Projekte von Menschen mit Migrationsgeschichte in Essen zu fördern. Unterstützt werden Initiativen, die sich für demokratische Teilhabe, gesellschaftlichen Zusammenhalt und ein respektvolles Miteinander in einer vielfältigen Stadtgesellschaft einsetzen.
Gefördert werden unter anderem Bildungsprojekte, Jugendprojekte, Dialog- und Begegnungsinitiativen, kulturelle Austauschprogramme sowie Projekte zur Demokratieförderung. Bewerben können sich Vereine, Initiativen und Privatpersonen mit einem klaren Bezug zu Essen. Voraussetzung ist, dass die Projekte von Menschen mit Migrationsgeschichte getragen werden und gleichzeitig offen für alle Menschen sind.
Der Fonds versteht sich ausdrücklich als Vertrauenssignal an migrantische Communities in Essen. Hintergrund ist die Überzeugung, dass gesellschaftliche Teilhabe nicht für alle Menschen unter denselben Bedingungen möglich ist und migrantische Initiativen häufig mit geringeren Ressourcen, weniger Sichtbarkeit und schlechteren Zugangsmöglichkeiten zu Förderstrukturen arbeiten müssen.
„Demokratie lebt von Teilhabe. Menschen, die eigene Ideen entwickeln und Verantwortung übernehmen wollen, sollen die Möglichkeit bekommen, ihre Projekte umzusetzen – auch dann, wenn nicht perfekte Voraussetzungen vorhanden sind“, heißt es aus dem Umfeld des Vertrauensfonds.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Struktur der Förderentscheidung: Über die Vergabe der Mittel entscheidet eine unabhängige Jury, die fast ausschließlich aus Menschen mit eigener Migrationsgeschichte besteht. Damit soll bewusst vermieden werden, dass Förderentscheidungen überwiegend von etablierten Strukturen oder einzelnen Institutionen getroffen werden. Ziel ist eine vielfältig zusammengesetzte Jury mit unterschiedlichen Perspektiven, Erfahrungen und gesellschaftlichen Hintergründen.
Der Jury gehören unter anderem Vertreterinnen und Vertreter aus Bildung, Integrationsarbeit, migrantischen Organisationen, Demokratieförderung und sozialem Engagement an.
Auch kleinere Initiativen und Privatpersonen ohne Vereinsstruktur können einen Antrag stellen. Gemeinnützigkeit ist keine zwingende Voraussetzung. Für Projekte ohne anerkannte Gemeinnützigkeit gilt jedoch eine Förderobergrenze von 20.000 Euro. Anträge können ab sofort eingereicht werden. Die erste Antragsfrist endet am 30.06.2026, eine weitere Frist ist für den 30.09.2026 vorgesehen – sofern dann noch Fördermittel verfügbar sind.
Das Antragsformular sowie weitere Informationen (inklusive Kontakt) und FAQ zum Vertrauensfonds „Zusammenleben“ sind erhältlich über den untenstehenden Link.

migo - die digitale Mitgliederzeitschrift des Essener Verbundes der Immigrantenvereine e.V.
Der Essener Verbund der Immigrantenvereine e.V. freut sich, Ihnen migo - die neue digitale Mitgliederzeitschrift vorzustellen.
migo steht für „Migration - Integration - Gesellschaft - Oekonomie“ und damit für viele Themen in unserer heutigen Zeit. migo soll sowohl dazu beitragen, die Kommunikation unter den Mitgliedsvereinen zu verbessern, als auch viele interessierte Essenerinnen und Essener über die vielfältigen Angebote und Nachrichten aus unserer Stadt, aus unserem Land und der Bundesrepublik zu informieren.
migo erscheint monatsweise als Newsletter und wird Themen u.a. aus Wirtschaft, Recht, Sport, Bildung, Gesundheit, Nachrichten über Aktivitäten der Migrantenvereine, Berichte aus Rat und Politik und vieles mehr umfassen.
Der „Essener Verbund der Immigrantenvereine e.V.“ ist ein Dachverband aller gemeinnützigen Migrantenorganisationen in Essen. Seit der Gründung in 2000 ist er stetig gewachsen. Heute erreicht er eine Mitgliederzahl von über 70 Migrantenorganisationen aus über 20 Herkunftsländern. Von dieser Zusammenarbeit profitieren MitbürgerInnen ausländischer Herkunft in erster Linie, aber auch die Stadt und die gesamte Bevölkerung in Essen.