Islamische Krankenhausseelsorge

Willkommen
Muslimisches Leben ist ein selbstverständlicher Teil unserer Gesellschaft – besonders in einer vielfältigen Stadt wie Essen. Mit der wachsenden Zahl muslimischer Patientinnen und Patienten steigt auch der Bedarf an seelsorglicher Begleitung im Krankenhaus. Unsere ehrenamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorger stehen Betroffenen und ihren Angehörigen in belastenden Lebenssituationen zur Seite – einfühlsam, zugewandt und auf Augenhöhe.
Wie alle Menschen sind auch Musliminnen und Muslime mit Krisen und Herausforderungen konfrontiert – mit schweren Erkrankungen, Unfällen oder dem Verlust nahestehender Personen. Während christliche Kliniken auf bewährte Seelsorgestrukturen zurückgreifen können, fehlen vergleichbare Angebote für Muslim:innen bislang vielerorts. Oft übernehmen Imame oder Angehörige diese Aufgabe – eine systematisch verankerte islamische Seelsorge befindet sich jedoch noch im Aufbau.
In Essen wurde frühzeitig erkannt, wie wichtig ein solches Angebot ist. Mit dem stetigen Anstieg muslimischer Patient:innen – sowohl in der Erwachsenen- als auch in der Kinderklinik – wächst die Nachfrage nach kultursensibler, spiritueller Unterstützung. In enger Zusammenarbeit mit muslimischen Gemeinden, kirchlichen Einrichtungen und öffentlichen Trägern wurden erste Schritte zur Etablierung einer islamischen Krankenhausseelsorge unternommen.
Aufbau und Entwicklung der Islamischen Krankenhausseelsorge in Essen
Am Universitätsklinikum Essen konnte in der Vergangenheit bereits ein wichtiger Impuls für die muslimische Seelsorge gesetzt werden. In einem Gemeinschaftsprojekt des Vereins medical muslim bridge e.V., des Universitätsklinikums Essen und der Gesellschaft für interkulturelle Seelsorge und Beratung e.V. (Sitz in Düsseldorf) wurden Studierende für den Einsatz in der muslimischen Krankenhausseelsorge qualifiziert und praktisch eingebunden. Aufgrund personeller Fluktuation musste das Angebot im Sommer 2018 jedoch eingestellt werden.
Im Januar 2019 fand ein Fachaustausch statt, organisiert vom Kommunalen Integrationszentrum Essen in Kooperation mit der Kommission Islam und Moscheen in Essen e.V. (KIM-E). Daran beteiligt waren zentrale Institutionen wie die Justizvollzugsanstalt Essen, das Universitätsklinikum Essen, die Notfallseelsorge sowie engagierte Einzelpersonen. Gemeinsam wurden der aktuelle Stand der islamischen Seelsorge in Essen sowie Erfahrungen – etwa mit dem Mannheimer Institut für interreligiöse Arbeit e.V. – reflektiert.
Inzwischen ist es gelungen, ein breites Bündnis zur Wiederaufnahme der muslimischen Seelsorge am Universitätsklinikum Essen zu etablieren – unter Einbindung der örtlichen Hospizarbeit. Fachlich begleitet wird das Projekt von der Gesellschaft für interkulturelle Seelsorge und Beratung e.V. (englisch: Society for Intercultural Pastoral Care and Counselling, kurz: SIPCC).
Ziel ist es, aufbauend auf den bisherigen Erfahrungen und der wachsenden Nachfrage, die islamische Seelsorge in Essen nachhaltig zu etablieren und perspektivisch auch auf andere Kliniken und Krankenhäuser in Essen auszuweiten.
Das Projekt-Team stellt sich vor

Harun Üfrük M.A.
Projektleiter
Telefon: 0201 5579340
Mobil: 0176 69049111
E-Mail senden
Sprachen: Deutsch, Englisch, Türkisch, Arabisch
Bürozeiten:
Dienstag bis Donnerstag
09:00 Uhr bis 17:30 Uhr
Home-Office:
Montag und Freitag
09:00 Uhr bis 17:30 Uhr
Rufbereitschaft
Anfragen für islamische Seelsorgegespräche bearbeiten wir gerne werktags (Montag bis Freitag) zwischen 09:00 und 17:30 Uhr. Außerhalb dieser Zeiten eingehende Anfragen werden innerhalb unserer regulären Dienstzeiten bearbeitet.
Ihr Kontakt zu uns
Essener Verbund der Immigrantenvereine e.V.
Projekt "Islamische Krankenhausseelsorge in Essen"
im WeBeyt - WirHaus
Karl-Denkhaus-Str. 11-13
45329 Essen
Kooperationspartner
Kommission Islam und Moscheen in Essen e.V.
www.islam-in-essen.de
medical muslim bridge e.V.
www.medicalmuslimbridge.de
Der „Essener Verbund der Immigrantenvereine e.V.“ ist ein Dachverband aller gemeinnützigen Migrantenorganisationen in Essen. Seit der Gründung in 2000 ist er stetig gewachsen. Heute erreicht er eine Mitgliederzahl von über 70 Migrantenorganisationen aus über 20 Herkunftsländern. Von dieser Zusammenarbeit profitieren MitbürgerInnen ausländischer Herkunft in erster Linie, aber auch die Stadt und die gesamte Bevölkerung in Essen.
