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Kultursensible Pflegekinderhilfe

Pflegeeltern dringend gesucht – Oberbürgermeister dankt für Engagement

Rund 200 Pflegefamilien kamen am Sonntag, 3. September, zum Schloss Borbeck. Der Ort, der oftmals Ehepartner*innen verbindet wurde diesmal zum Familienfest der besonderen Art. Das Team rund um Ute Arens, Leiterin des städtischen Pflegekinderdienstes, hatte als Dankeschön Pflegeeltern und ihre Kinder zu einem Nachmittag rund um das Schloss Borbeck mit einer Hüpfburg, Spiel und Spaß für Kinder und einem musikalischen Ständchen von Mitgliedern der Essener Philharmonikern eingeladen.

Die Stadt Essen sucht mit einer neuen Kampagne Pflegeeltern. V. l. n. r.: Oberbürgermeister Thomas Kufen, Ute Arens, Leiterin des Pflegekinderdienstes Stadt Essen und Stefanie Kutschker, Öffentlichkeitsarbeit Jugendamt. Bild: © Georg Lukas

Oberbürgermeister Thomas Kufen nutzte die Gelegenheit, um seinen Dank ganz persönlich zu übermitteln. "Ich danke allen Essener Pflegeeltern sehr für ihr Engagement und freue mich, dass es so viele Menschen gibt, die sich entschieden haben, ein Kind zu sich zu nehmen und zu unterstützen. Pflegefamilien geben Kindern ein neues Zuhause - ohne dass der Kontakt zu den leiblichen Eltern abreißen muss", so das Essener Stadtoberhaupt. Pflegeeltern werden immer dann gebraucht, wenn Kinder nicht mehr bei ihren leiblichen Eltern leben können. Auch in Essen ist die Anzahl der Inobhutnahmen von 677 (Jahr 2021) auf 716 (Jahr 2022), also um 5,7 Prozent angestiegen.

Neue Kampagne macht auf Suche nach Pflegeeltern aufmerksam

Oberbürgermeister Thomas Kufen machte deutlich, dass die Stadt daher dringend auf der Suche nach weiteren Menschen ist, die sich vorstellen können ein Pflegekind kurzfristig oder langfristig bei sich aufzunehmen. Dazu stellte Stefanie Kutschker, beim Jugendamt zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, die neue Kampagne des Pflegekinderdienstes der Stadt Essen vor. Gemeinsam mit der Agentur Gathmann, Michaelis und Freunde hat die Stadt neue Werbemotive entwickelt, um auf das Engagement für Pflegekinder aufmerksam zu machen. "Die sympathischen handgezeichneten Spatzen sollen zeigen, wie unterschiedlich unsere Pflegekinder- und Eltern sind", so Kutschker. Plakate und Postkarten werden in nächster Zeit in den Stadtteilen bei Kooperationspartnerinnen*Kooperationspartnern zu sehen sein. Darüber hinaus plant die Stadt einen Familienkalender mit gemalten Motiven von Pflegekindern zu entwickeln, um auf das Engagement als Pflegeeltern aufmerksam zu machen. Geschäfte, die sich bereit erklären, Plakate aufzuhängen können sich telefonisch an den Pflegekinderdienst wenden unter 0201 88-51545.

Tag der offenen Beratung am 28. September

Die Stadt Essen sucht dringend Pflegeeltern (Familien, Paare, Einzelpersonen) für Kinder, deren leibliche Eltern vorübergehend, langfristig oder auch dauerhaft ausfallen – für Kinder, die einen Ort benötigen, an dem sie Ruhe, Zuneigung und Sicherheit finden.

Für alle, die sich gerne unverbindlich informieren möchten, bietet die Stadt Essen am 28. September an zwei unterschiedlichen Standorten einen Tag der offenen Beratung des Pflegekinderdienstes an:

  • 10 bis 13 Uhr Sozialer Bürgerservice Marktstraße 22, 45355 Essen (Borbeck)
  • 16 bis 19 Uhr Stadtteilbüro Kraysel, Heinrich-Sense-Weg 25, 45307 Essen (Kray)

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Rückfragen beantwortet der Pflegekinderdienst telefonisch unter 0201 88-51545. Weitere Informationen sind unter www.essen.de/pflegeeltern verfügbar.

Der Essener Pflegekinderdienst des Jugendamtes betreut aktuell insgesamt rund 600 Kinder und ihre Pflegeeltern.

Quelle: Stadt Essen, www.essen.de

Kurzfilm des Projekts "Kultursensible Pflegekinderhilfe"

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Essener Verbund der Immigrantenvereine
Herr Oktay Sürücü
Telefon: 0201 5579340
oktay.surucu@immigrantenverbund.de

Förderung

Dieses Projekt wird durch die Stadt Essen gefördert (Integrationsbudget).

Der „Essener Verbund der Immigrantenvereine e.V.“ ist ein Dachverband aller gemeinnützigen Migrantenorganisationen in Essen. Seit der Gründung in 2000 ist er stetig gewachsen. Heute erreicht er eine Mitgliederzahl von über 70 Migrantenorganisationen aus über 20 Herkunftsländern. Von dieser Zusammenarbeit profitieren MitbürgerInnen ausländischer Herkunft in erster Linie, aber auch die Stadt und die gesamte Bevölkerung in Essen.

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