Zum Hauptinhalt springen

Aktuelle Nachrichten und Beiträge

Stadt Essen setzt weitere Energiesparmaßnahmen ab sofort um

AlleEssenWirtschaft

Der Verwaltungsvorstand der Stadt Essen hat sich in seiner heutigen Sitzung (09.08.) für eine Reihe von Energiesparmaßnahmen innerhalb der Verwaltung ausgesprochen, die ab sofort beziehungsweise spätestens zum Beginn der Heizperiode 2022/2023 umgesetzt werden sollen.

Die Maßnahmen wurden im Rahmen einer eingesetzten Projektgruppe entwickelt, diskutiert und auf ihre Wirksamkeit hin überprüft. Grundlage waren unter anderem die Empfehlungen des Deutschen Städtetags zu Einsparmaßnahmen auf kommunaler Ebene, wie beispielsweise die Absenkung der Wassertemperatur in Hallen- und Freibädern, die die Stadt Essen bereits umsetzt.

Die Projektgruppe hat sich mit unterschiedlichen Themenkomplexen beschäftigt, wie beispielsweise Raumtemperaturen in städtischen Gebäuden, der Beleuchtung im öffentlichen Raum, der Absenkung von Wassertemperaturen in Schwimmbädern oder der Warmwasseraufbereitung in Verwaltungsgebäuden oder Sporthallen und -anlagen. Hierbei wurden auch unterschiedliche Stufen berücksichtigt, die sich an dem „Notfallplan Gas“ der Bundesregierung orientieren. Am 23.06.2022 wurde die Alarmstufe des Notfallplans ausgerufen, es gibt noch eine weitere Ausbaustufe.

Konkrete Energieeinsparpotenziale

Die Stadt Essen wird die Raumtemperaturen in der kommenden Heizperiode in allen städtischen Gebäuden und öffentlichen Einrichtungen auf maximal 20 Grad senken. Dies entspricht der nach der Arbeitsstättenverordnung vorgegebenen minimalen Raumtemperatur. Außerhalb der Nutzungszeiten der Gebäude sowie für Nebenräume oder Flure gelten 18 Grad. Sofern seitens der EU ein geringeres Temperaturminima empfohlen und in Deutschland in nationales Recht umgewandelt wird, soll dies auch in Essen umgesetzt werden. In klimatisierten Räumen der Verwaltung werden ab sofort die Raumtemperaturen so reguliert, dass ein Herabsenken nur noch bis zu 26 Grad möglich ist. Derzeit können die Raumtemperaturen 22-24 Grad heruntergekühlt werden. Ein Grad Celsius spart im Heizbetrieb etwa sechs Prozent, das Einsparpotenzial insgesamt liegt voraussichtlich bei 6,3 bis 11,7 Millionen Kilowattstunden.

In städtischen Sportstätten wie Sport- und Turnhallen wird die Soll-Temperatur ab der kommenden Heizperiode von 18 auf 16 Grad umgestellt.

In den Frei- und Schwimmbädern in Essen gelten ab sofort einheitliche Wassertemperaturen. Freibäder werden bereits auf maximal 24 Grad beheizt, Hallenbäder auf 26 Grad. Ausnahmen bilden dabei Schwimmbecken, in den Baby- oder Seniorenschwimmen sowie Reha-Kurse stattfinden. Diese Becken werden auf 30 Grad geheizt anstelle von bis zu 33 Grad.

Die Warmwasseraufbereitung für Handwaschbecken wird in öffentlichen Gebäuden ab sofort eingestellt, Ausnahmen bilden dabei nur Mensen. Die Warmwasseraufbereitung für Handwaschbecken und Duschen in Sport- und Turnhallen wird erst in Stufe 4 eingestellt und damit wenn die letzte Notfallstufe erreicht wird. Allerdings wird bereits jetzt der Wasserdurchlauf reguliert und reduziert.

Ebenfalls in Stufe 4 und damit in der nächsten Notfallstufe ist geplant, dass die Belüftung in allen öffentlichen Einrichtungen sowie in Schwimmbädern auf die Einstellungen vor der Pandemie zurückgesetzt wird. Dies hätte zur Folge, dass weniger Außenluft und mehr Umluft genutzt wird. Hier wären zwar Einsparpotenziale von bis zu 80 Prozent möglich, aufgrund der Corona-Pandemie soll diese Maßnahme aber erst zu einem späteren Zeitpunkt zum Tragen kommen.

Die Außenbeleuchtung von öffentlichen Gebäuden, Kunstwerken im öffentlichen Raum, Denkmälern sowie an Kulturimmobilien wird im Sinne der Verkehrssicherungspflicht auf ein Minimum reduziert bzw. eingestellt. Das Einsparpotenzial wird auf rund 60.000 Kilowattstunden pro Jahr geschätzt.

Darüber hinaus hat die Verwaltung weitere Einsparpotenziale bei der Straßenbeleuchtung und Lichtsignalanlagen geprüft. Lichtsignalanlagen sind mit Blick auf die Verkehrssicherungspflicht insbesondere nachts bereits auf das mögliche Minimum reduziert. Weitere Einsparpotenziale gibt es hier nicht. Bei der Straßenbeleuchtung gibt es weitere Einsparmöglichkeiten durch die beschleunigte Umrüstung auf LED-Technologie. Die Straßenbeleuchtung verbraucht etwa 14 Millionen Kilowattstunden im Jahr, eine vollständige Umrüstung auf LED-technologie kann mittel- und langfristig erhebliche Einsparmöglichkeiten ergeben.

Bei den nun beschlossenen Maßnahmen geht die Verwaltung von finanziellen Einsparungen von Höhe von 500.000 Euro pro Jahr aus.

Weitere Maßnahmen im Konzern Stadt Essen

Innerhalb der eingerichteten Projektgruppe wurden nicht nur Energieeinsparpotenziale der Stadtverwaltung, sondern auch im Konzern Stadt Essen berücksichtigt. Die Einsparungsmaßnahmen bei den städtischen Beteiligungen umfassen folgende bzw. einzelne der folgenden Punkte:

  • Optimierung der Beleuchtungsanlagen,
  • (eigen-)Stromversorgung durch Photovoltaik,
  • Ausschalten elektrischer Verbraucher gerade über Nacht oder längere Abwesenheiten anstelle der Nutzung des Standby-Modus,
  • Optimierung von Arbeitsmaterialien,
  • Umstellung der Handwaschgelegenheiten auf Kaltbetrieb,
  • Optimierung von Raumtemperaturen.

So werden beispielsweise auch die Kultureinrichtungen in den Publikumsräumen in der anstehenden Heizperiode auf maximal 20 Grad geheizt. Die Brunnenanlagen im Stadtgebiet werden bereits ab Ende September und bis April 2023 abgeschaltet – gleiches gilt für die Wasserspiele im Grugapark sowie das für den Wasserfall im Alpinum. Die Eissporthalle am Westbahnhof wird rechtzeitig zum Ligabeginn genutzt werden können – die Eisaufbereitung wird allerdings erst im September erfolgen, das Nebenspielfeld der Eissporthalle wird dagegen nicht in Betrieb genommen. Das Einsparpotenzial liegt hier bei 80.000 Kilowattstunden.

Appell an die Bürger*innen

Die Stadtverwaltung bittet alle Bürger*innen ihren Alltag ebenfalls auf Energieeinsparmöglichkeiten zu überprüfen. In privaten Haushalten können durch ein verbessertes Nutzungsverhalten zehn bis 15 Prozent Energie gespart werden. "Bitte helfen auch Sie mit!", so Oberbürgermeister Thomas Kufen. "Die Situation ist ernst und schon kleine Maßnahmen helfen dabei, dringend benötigte Energie zu sparen. Lassen Sie uns auch in dieser Situation zusammenhalten, so wie ich es von den Essenerinnen und Essenern gewohnt bin. Als Verwaltung gehen wir mit gutem Beispiel voran, bitte unterstützen Sie uns durch Ihre aktive Mithilfe."

Alle Informationen rund um das Thema Energiesparen sind hier zu finden: 

www.essen.de/energieversorgung

 oder unter www.essen.de/energiespartipps

Quelle: Stadt Essen

migo - die digitale Mitgliederzeitschrift des Essener Verbundes der Immigrantenvereine e.V.

Der Essener Verbund der Immigrantenvereine e.V. freut sich, Ihnen migo - die neue digitale Mitgliederzeitschrift vorzustellen.

migo steht für „Migration - Integration - Gesellschaft - Oekonomie“ und damit für viele Themen in unserer heutigen Zeit. migo soll sowohl dazu beitragen, die Kommunikation unter den Mitgliedsvereinen zu verbessern, als auch viele interessierte Essenerinnen und Essener über die vielfältigen Angebote und Nachrichten aus unserer Stadt, aus unserem Land und der Bundesrepublik zu informieren.

migo erscheint monatsweise als Newsletter und wird Themen u.a. aus Wirtschaft, Recht, Sport, Bildung, Gesundheit, Nachrichten über Aktivitäten der Migrantenvereine, Berichte aus Rat und Politik und vieles mehr umfassen.

Der „Essener Verbund der Immigrantenvereine e.V.“ ist ein Dachverband aller gemeinnützigen Migrantenorganisationen in Essen. Seit der Gründung in 2000 ist er stetig gewachsen. Heute erreicht er eine Mitgliederzahl von über 70 Migrantenorganisationen aus über 20 Herkunftsländern. Von dieser Zusammenarbeit profitieren MitbürgerInnen ausländischer Herkunft in erster Linie, aber auch die Stadt und die gesamte Bevölkerung in Essen.

Sie finden uns auf Facebook

Der Essener Verbund der Immigrantenvereine ist mit unterschiedlichen Seiten auf Facebook vertreten.